Von Kota Kinabalu ging es mit Malaysia Airlines
nach Tawau an die Ost-Küste Borneo´s und Grenzstadt zu Indonesien,
mit einem Mini-Bus auf asphaltierten Straßen weiter nach Semporna
(ca. 100 km in 1½ Stunden) und schließlich mit einem Speedboot
(350 PS) in einer Stunde (36 km) nach Sipadan Island. Sipadan, von J. Cousteau
als Juwel der Meere gelobt, zählt seit Jahren zu den Top-5 Tauchgebieten
der internationalen Taucher-Welt. Die Insel gibt sich als typische Südsee-
oder Malediveninsel: klein, mit Palmen in der Mitte und umgeben von Sandstrand.
Zu unserer Überraschung liegt das gebuchte Dive-Centre direkt neben
Borneo Divers und damit am Jetty, wo das Drop-Off direkt vom Strand aus
auf 600 Meter in die Tiefe stürzt. Ideal ! Auch nach weiteren Insel-Erkundungen
(Rundgang 20 min.) stellen wir fest, daß das „Sipadan Dive Centre
(SDC)“ eine zufällige, sehr gute Wahl gewesen ist. Luxus darf man
hier für den teuren Preis jedoch nicht erwarten. Alle Anlagen bestehen
aus mehr oder weniger hübschen und kleinen Holzhüttchen in der
schattigen Palmenzone, teilweise mit Toilette und Bad, teilweise mit Sammel-Toiletten
und Duschen. Es gibt eine große Veranda, die als Restaurant und Tauch-Basis
genutzt wird. Der Tagesablauf ist festgelegt durch Tauchen und Essen und
läßt wenig Flexibilität zu. Der typische Time-Table auf
Sipadan: 7:00 Aufstehen, 7:30 leichtes Frühstück, 8:45 erster
Tauchgang, 10:00 Frühstück, 11.45 zweiter Tauchgang, 13:00 Mittagessen,
15:45 dritter Tauchgang, 17:00 Kaffee mit Kuchen, 19:00 Abendessen, 20:00
Nachttauchgang ! Um 10:00 Uhr abends sind wir dann todmüde ins Bett
gefallen. Die Erwartungshaltungen für Sipadan sind natürlich
sehr hoch gesteckt - um es vorweg zu nehmen, wir wurden auch nicht enttäuscht.
Wir meinen jedoch, daß diese Insel, gerade auch zu ihrem Preis, überbewertet
wird und nach unseren 9 Tagen/8 Nächten alles gesehen zu haben. Die
Faszination: bei jedem Tauchgang Schildkröten ohne Ende - überall
schwimmen sie, schlafen sie oder hängen irgendwo herum. Es ist nicht
nur eine - man kann sie fast gar nicht mehr zählen. Sonst gibt es
an den Wänden viel Fisch, Weis-Spitzen Riffhaie, Graue Riffhaie (!),
Schwärme von Barrakudas und Jack´s und alle sonst üblichen
Arten. Die Sichtweiten lagen bei uns zwischen 20 und 35 Metern - also nicht
unbedingt Weltklasse. Das lag aber auch ein wenig am Wetter; wir hatten
wenig Sonne und teilweise recht heftigen Wind mit daraus resultierenden
Wellengang. Wie nicht anders zu erwarten habe ich mich auch noch am letzten
Tag vor der Abreise in Kota Kinabalu wegen der überall laufenden Aircon´s
wieder einmal erkältet und mußte die ersten beiden Tage mit
Fieber tauchen. War trotzdem gut - gleich beim Abtauchen an der Jetty begrüßte
uns die erste Schildkröte und ein riesiger Barrakuda ! Die vorgegebene
Tauchzeit betrug jeweils 50 min. bei einer maximalen Tiefe von 40 Metern.
Unser Dive-Guide hatte glücklicherweise wenig Muße uns an Tauchtiefen
jenseits der 40 Meter-Grenze zu hindern, denn hier schwimmt der Großfisch,
die Sicht ist wesentlich besser und die Korallen sind noch prächtig
erhalten. Das Korallenleben hat in den flacheren Tiefen doch mächtig
gelitten. Die malaysische Regierung hat schon reagiert und begrenzt den
Ansturm der Besucher und Taucher auf der Insel, denn es sind schon deutliche
"Verschleißspuren" durch „Übertauchen“ zu beobachten. Hier kann
man nicht alles auf El Nino schieben ! Die beiden Nachbarinseln Mabul und
Kapalai sind übrigens nicht zu empfehlen, die Attraktivität ist
die Nähe zu Sipadan und damit Alternative bei „Überfüllung“
(!). Es gibt keinen Strand und die Sichtweiten liegen selten bei mehr als
10-15 Metern. Zum Tauchen fahren die Boote (nur bei gutem Wetter) die 25
min. bis 1, ½ Stunden nach Sipadan - viel zu stressig !
Die Tauchplätze
von Sipadan
Traumstrand Sipadan
Beach Bungalows
Die Tauchbasis von Borneo Diver´s
Borneo Diver´s Drop-Off Cafe
Sipadan Diving Centre
An der Riffkante:
Drop-Off
Die Bungalows von Borneo Diver´s mit eigenem Tropengarten
Blick auf den Steg (Drop-Off Cafe)
Unser Bungalow bei SDC
Einsamer leerer Strand im Norden
Tauchbetrieb auf der Open-Air Basis Sipadan Dive Centre (SDC)
Der Tauchplan für jeden
Tag
Mit den Speed-Booten unterwegs zu den Drop-Off Plätzen
Die
Küste von Sipadan
Sabine macht sich zum nächsten Tauchgang bereit ! Bye, Bye !