Kota Kinabalu hat uns auf Anhieb gefallen - während
unseren insgesamt 7 Übernachtungen haben wir so ziemlich alle „wichtigen“
Einrichtungen orten und ausprobieren können. Hier gibt es zwei größere
klimatisierte Shopping-Center, Supermärkte in denen man neben Joghurt
und Käse auch Cola Light (nach langem Suchen...) kaufen kann, viele
günstige Hotels, Internet-Cafe´s, Pizza-Hut, Mc Donald´s,
Burger King, Bistro´s mit frischem leckeren Kaffee, Eis, viele Banken
(wichtig wegen der Geldautomaten !) und sogar Musik-Cafe´s mit Bier-Ausschank
(bisher selten gewesen im islamisch geprägten Malaysia) - das alles
auf einer kleinen überschaubaren Fläche, zu Fuß zu erkunden
und zu erreichen. Trotzdem existiert auch asiatisches Leben mit einem großen
Markt am Hafen, vielen Restaurants die frischem Fisch, Fried Rice, Chicken
und Co. servieren, mit fliegenden Händlern die „alles mögliche“
verkaufen und Nachtmärkten mit lauter Disco-Musik. Kota Kinabalu ist
außerdem der Start- und Zielort für fast alle Aktivitäten
auf Borneo - hier sitzen die verschiedenen Anbieter und Agenturen mit ihren
Angeboten. Wir merken jedoch schnell, daß man hier wenig „auf eigene
Faust“ unternehmen kann. Der erste Versuch „Tauchen auf Sipadan“ scheitert
bei allen Dive-Shop´s aufgrund Überbuchung. Wir erfahren, daß
die malaysische Regierung die Besucherzahlen reglementieren und dabei drastisch
reduzieren will. Die fünf Resorts auf Sipadan dürfen dann nicht
mehr als jeweils 20 Gäste/Taucher pro Nacht aufnehmen - zum Schutz
der Unterwasserwelt ! Gerade jetzt im August und zur Ferienzeit führt
das natürlich zum Chaos ! Mit viel Glück ergattern wir uns bei
einem Anbieter nach offiziellen Geschäftsschluß noch die beiden
letzten Plätze auf Sipadan - getarnt als frühzeitige Reservierung
stehen unsere Namen dann doch noch auf der Liste - Glück gehabt !
Wir überlegen noch den Trip nach Sangalaki ins indonesische Kalimantan
- zum „Manta-Tauchen“, beschränken unsere Aktivitäten dann
aber auf den nördlichen Teil Borneo´s - also Malaysia bzw. Sabah.
Der indonesische Teil ist von hier aus eher beschwerlich zu bereisen (Visum,
Transportmittel, Übernachtungen usw.) und die organisierte Tour mit
Borneo Divers sprengt dann doch unser Budget. Sicherlich gäbe es dort
mehr Abenteuer als im recht gut entwickelten und organisierten Malaysia
- aber mit unserem Gepäck ist es eh´ schon beschwerlich genug
! Wie in allen asiatischen Ländern gibt es auch hier weitgehend flächendeckend
asphaltierte Straßen und überall Strom, Telefon, Hotels, Taxis,
Busse usw. Abseits der ausgebauten Strecken liegen dann die Attraktionen
für die (übrigens nicht nur internationalen) Touristen. Die meisten
Attraktionen sind als Nationalparks organisiert, deren Besuch eine Anmeldung
und ggf. Reservierung für Übernachtungen im Voraus (mind. 2 Tage
und meist nur in Kota Kinabalu möglich), erforderlich macht. Da momentan
auch nationale Ferien sind und alle Malayen wie wild hin- und her reisen,
mußten wir unser 4 wöchiges Borneo-Programm weitestgehend fest
planen - also wenig Platz für Abenteuer ! Außerdem mußten
wir feststellen, das die organisierten Touren auch kaum viel preiswerter
als bei Buchung in Deutschland sind. Ja ja, Malaysia ist halt kein primitives
Entwicklungsland mehr ! Wir haben daher an einem Tag in Kota Kinabalu für
DM 8.000,00 unsere VISA-Karte belasten müssen - für insgesamt
19 Tage Exklusiv-Programm - da viel auch der kleine Rechenfehler der Reise-Agentur
(DM 350,00 für eine nicht berechnete Nacht in der Borneo Rainforest
Lodge) nicht so sehr ins Gewicht ! Auffallend hier auf Borneo ist der hohe
Anteil an Geländewagen und 4 WD-Pick-Up´s (ca. 80 %). Hier gibt
es natürlich mehr Möglichkeiten und Einsatzgebiete für 4
WD Jeeps im Gelände als in Berlin, und ich hätte auch sicher
viel Spaß mit dem Jeep-Wrangler (leider nicht mehr meiner) - that´s
Life ! Ich hatte mich auch schon nach Mietwagen (Jeep´s) hier auf
Borneo erkundigt - bei den Preisen jedoch gleich wieder jegliche Planung
aufgegeben. Wir sind zwar bisher mit den normalen Mini-Bussen überall
durchgekommen, während Regenzeit wird es aber wohl anders aussehen...