Nach einem 5½-stündigen Flug via Kuala Lumpur sind wir jetzt auf Bali am Legian-Beach und lassen den Touristenrummel auf uns einströmen. Ein paar Tage mit Trubel, Kneipe, Disco usw. sind auch ´mal eine Abwechselung - sonst ist es hier aber schon ziemlich extrem. Der Strand ist wenig attraktiv - breit wie eine Landebahn, ohne Palmen oder Bäumen, hohen Wellen und grau-braunem Sand (man ist immer völlig eingesaut wenn man am Beach war !). Die Touristenenklave Kuta/Legian ist eine reine Party, fest in australischer Hand und geprägt durch Happy Hour, Bungy-Jumping, Restaurants, Kneipen und Händlern, die einem alles verkaufen wollen („Hello my friend !“ - „Do You like watches ?“ - „Massage Sir !“ - „Transport, Transport ?“ - „Come in my shop, I have the best prizes !“) usw. Die ersten beiden Tage war das ja alles noch lustig aber irgendwann nervt das furchtbar ab. Wir gehen jetzt nur noch zum Essen aus dem Hotelzimmer ! Wir erholen uns hier in einem DM 40,00 Hotel mit Aircon, Warmwasser, TV und Kühlschrank. Heute hängen wir mit dickem Schädel einfach nur ab - Sabine konnte gestern nach 3 Bier, 1 Gin-Tonic (0,5 Liter) und 1 Bloddy Bottle (1 Liter mit Strohhalm, ein Drittel Arak - indonesischer Reisschnaps) kaum noch geradeaus laufen. Wir waren aber nach langer Zeit mal wieder unter jungen Leuten und Tanzen - in einem Bagger-Schuppen ähnlich dem Pflaumenbaum mit lauter, prähistorischer Disco-Musik zu ebenso „erschwinglichen“ Preisen: Pilsette (0,6 Liter) DM 3,00, Mix-Drink wie z.B. Gin-Tonic (0,5 Liter) DM 4,00 und "alcoholic bombs" mit Namen wie Bloody Bottle, Downunder oder Jungle Juice (1 Liter mit Strohhalm) DM 5,00 ! Der Renner war die Bloddy Bottle, von der ich aber nur ´mal genippt habe. Dafür bin ich heute auch ohne Aspirin ausgekommen - Sabine brauchte schon 3 Stück !!! Die Einreise nach Indonesien verlief wieder einmal nicht ohne Aufregung. Warum sagt eigentlich keiner, daß man immer ein Ausreiseticket benötigt ! An der indonesischen Immigration am Airport gab es schon wieder Trouble deswegen und der Officer war erst nach Bestechung und Zahlung von US$ 20,00 pro Person zum 60-Tage-Stempel bereit ! (Pst, pst my friend, I can help You… usw.) Nette Einnahmequelle diese Bestechungsgelder ! Aber ich bin nicht sein „Friend“ (war es nie und werde es auch nie sein) !!! Es ist zwar besser als wieder zurückgeschickt zu werden aber trotzdem unnötige Aufregung ! Jetzt werden wir in Denpasar einige Travel Agencies suchen und unsere Weiterreise besser planen. Wir müssen jetzt ganz schön mit unserer Zeit rechnen und überlegen, wie wir am sinnvollsten reisen, um weiteren Visa-Ärger aus dem Weg zu gehen ! Nach ein paar Tagen Erholung und MTV im Hotelzimmer, haben wir für 1 Woche einen Mietwagen (Geländewagen Daihatsu Feroza) ausgeliehen, um uns den Rest von Bali´s Sehenswürdigkeiten anzusehen. Wir sind in der Zeit 1.100 km gefahren (wir wußten gar nicht, daß die Insel so riesig ist) und haben gleich unsere ersten wirklich negativen Erfahrungen gemacht und das ausgerechnet auf Bali, bei den als allgemein freundlich bekannten Balinesen. Abgezockt beim zweiten Mal Tanken, wurde erstmal frech der doppelte Preis abkassiert: normalerweise kostet 1 Liter Benzin 25 Pfennig, die Zapfzäulen haben teilweise nur eine Anzeigen für die Liter, aber nicht für den Preis und der Tankwart hängt dann so schnell ein, daß man kaum die Säule kontrollieren kann ! Unsere 30 Liter „Premium“ haben dann nicht reguläre DM 7,50 sondern ´mal schlappe DM 15,00 gekostet ! Es geht dabei weniger um den Preis, sondern mehr um die Relation und die Dreistigkeit, die ärgert ! Ein Kofferträger bekommt pro Gepäckstück 25 Pfennig, 1 Reisgericht kostet 6.000 RP (1,50 DM), 1 Übernachtung in teilweise wunderschönen Häuschen oder Bungalows (Losmen) inkl. Frühstück kostet für 2 Personen 50.000 RP (12,50 DM) und der Mietwagen für 7 Tage inkl. Vollkasko kostet 800.000 RP (200 DM). Soweit so gut. Eigentlich wollen wir weiter zu den schönen Tempeln, den Reisterassen und Wasserfällen und in die Berge von Bali, um die imposante Landschaft zu bestaunen. Es kann auf weitere Einzelheiten eigentlich verzichtet werden, denn an jedem nur erdenklich interessanten Ort belagern einen aufdringliche Souvenirverkäufer, die sich kaum abschütteln lassen ! An heiligen Tempeln herrscht Jahrmarktstimmung ! Durch Gassen mit dicht aneinander gereihten Verkaufsbuden und Händlern, die Souvenier-Kram´s verkaufen, muß man sich schlängeln, bevor man sein Eintritts-Ticket (!) inkl. Versicherung (?) lösen und das Heiligtum nun endlich bestaunen kann. Hat man dieses Hindernis erfolgreich überstanden, bleibt vor lauter Touristen kaum etwas vom heiligen Tempel übrig. Während wir mit langen Hosen und Hemden einen repektvollen Eindruck hinterlassen wollten, laufen die Reisebus-Touristen fast ausnahmslos in Bikini-Oberteilen, trägerlosen Top´s und Short´s herum - umringt von fliegenden Händlern, die Postkarten, Getränke, Tücher, Mützen, ........ verkaufen ! Laut Reiseführer beschränkt sich diese Situation leider nicht mehr nur auf die Stoßzeiten, wenn die Touristenbusse kommen, sondern hält durchgehend an bis zum Sonnenuntergang ! Wir fragen uns, wann die schönen Postkarten wohl aufgenommen wurden, ohne Menschen auf dem Bild ! Ähnliche Situation in den Bergen, wo Reisterassen, Wasserfälle und Aussichtspunkte den Besucher anlocken. Sobald man mit dem Auto zum Stehen kommt und die Tür öffnet, wird man überfallen von Händlern, selbst ernannten Guides und Parkwächtern (?), die einem irgendwelche dubiosen Geschichten erzählen, um an die Rupiah´s zu kommen ! So macht das natürlich keinen Spaß ! Doch damit nicht genug, für uns sollte es bei einem Tagesausflug in die Berge noch schlimmer kommen. Große Attraktion auf Bali ist der Mount Batur (ca. 2.800 Meter), ein aktiver junger Vulkanberg inmitten eines riesigen alten Vulkankraters, nebst einem Kratersee. Ein wirklich schönes Panorama ! Tagsüber kann man vereinzelt und unregelmäßig Dampf- und Rauchschwaden emporsteigen sehen und abends sieht man sogar aus weiter Ferne noch das Glühen einzelner aktiver Lavastellen. Laut bereits in Kuta gekaufter Landkarte, ist sogar eine kleine Straße rund um den Berg, inmitten des alten Vulkankraters eingezeichnet, eine Einladung der ich nicht wiederstehen konnte, diese Strecke mit dem Jeep fahren zu wollen. Die Umrundung des Mount Batur sollte aber nicht zu unserem Glückstag werden. Auf den anderen, recht steilen Bergstrecken Bali´s ist mir schon die teiwleise nicht mehr so richtig greifende Kupplung aufgefallen, doch bei diesem Panorama habe ich keinen Gedanken mehr daran verschwendet, zumal auch Hotels, Pensionen und Restaurants am Kratersee eingezeichnet waren, die auf keine anspruchsvolle Streckenführung schließen lassen konnte. Nach steiler und holpriger Abfahrt (teilweise Schotterpiste) in den Krater sind wir erstmal die „schöne“ Seite am See entlang gefahren, auf einer schmalen aber erstaunlich guten asphaltierten Straße mitten durch junges Lavagestein. Der zweite Teil der Straße wurde immer holpriger und war mehr und mehr durch tiefe Schlaglöcher und lange Schotterstellen geprägt. Es tauchten auch nur noch vereinzelt kleine Dörfer auf, durch die Straßenverhältnisse kamen wir nur langsam voran. Sabine hat sich mehrfach im hüpfenden und holpernden Auto den Kopf gestoßen und mich immer wieder ermahnt langsamer zu fahren ! An einigen Stellen hatten wir einen traumhaften Blick auf den aktiven Vulkan, zumal die Sonne schon recht tief stand und in den Krater leuchtete. Kurz vor der kompletten Umrundung am Fuße des Berges, rannten plötzlich, mitten aus dem Lavagestein kommend, viele Leute auf unser Auto zu und versuchten, während der Fahrt aufzuspringen. Ich beschleunigte sogut es die Straßenverhältnisse erlaubten (Sabine hat sich wieder den Kopf gestoßen !) und bemerkte gerade noch einige Werkzeuge, die wie Vorschlaghämmer aussahen - offenbar Bergarbeiter, die im Lavagestein arbeiten. Wenige Meter weiter wurde die Strecke so holperig, steil und auch sandig, daß wir den Berg nicht mehr hoch gekommen und in einer riesigen Staubwolke am Hang steckengeblieben sind. Auch ein zweiter Versuch mit Anlauf scheiterte an der asiatischen Sparversion des Jeep´s (überraschenderweise kein Allrad !) und der immer weniger greifenden Kupplung ! Die jungen Männer aus einem Lavasteinbruch wurden plötzlich immer mehr (ca 20-30), wollten uns unbedingt anschieben und belagerten das Auto. Ermutigt von entgegenkommenden Lastwagen und der Aussage, daß nur dieses ca. 40 Meter steile Stück so schlimm sei, willigten wir einem Hilfeversuch ein. Außerdem wollten wir den bereits zurückgelegten Weg nicht erneut fahren, der Sonnenuntergang rückte immer näher. Mit rutschender Kupplung, durchdrehenden Reifen, einer gigantischen Staubwolke und mindestens 10 bis 15 am Jeep klammernden und weiteren hinten schiebenden Balinesen, gelang es tatsächlich die steile Sandpassage zu meistern. Sabine sollte dabei Aussteigen und ihr war sichtbar nicht wohl dabei - aber auch meine Knie zitterten und ich hatte Schwierigkeiten die Pedale im Auto zu kontrollieren ! Auf den letzten 10 Metern wurde plötzlich jede Hilfe gestoppt und ich hing wieder im Sand fest. Auf einmal wechselte die Stimmung und es wurde forsch nach Geld gefragt. Ich konnte erstaunlicherweise erst zu einer abschließenden Aktion, sprich ´rauf auf den rettenden Asphalt, überreden und wir hatten die schwierige Stelle erstmal gemeistert ! Sofort wurden uns Steine unter die Räder gelegt, um uns am weiterfahren zu hindern. Jetzt wurde es brenzlig, da weit und breit niemand anderes zu sehen war ! Ich gab dem vermeintlichen Anführer 20.000 Rupiah und nach einem Murren von ihm noch mal 5.000 Rupiah. Gut, daß wir nur unsere Kleidung, sehr wenig Geld und kein Gepäck dabei hatten (Video-Kamera und Fotoapparat im Tagesrucksack) !!! Denn schon standen wieder alle 20 Steinbrucharbeiter auf den Stoßstangen und Trittbrettern und der Anführer meinte, der normale Tarif für das Anschieben läge bei 400.000 Rupiah (100 DM !), aber 250.000 Rupiah wären für heute auch in Ordnung ! Nachdem wir ihm erklärt hatten, daß wir gar nicht so viel Geld dabei hätten und unser Geld im 70 km entfernten Hotel sei, meinte er dann nur noch Dollar, Dollar oder Traveller Scheck. Sabine verlor langsam die Kontrolle und schnauzte, daß wir nichts dabei hätten außer unserer Kleidung und ein paar Rupiah für Essen und Getränke und ob er vielleicht unsere Short´s und T-Shirt´s haben wolle, damit er zufrieden sei !!?? Leider fiel der Blick auf unseren Tagesrucksack und wir wurden aufgefordert genauer nachzuschauen. Sabine zögerte und wühlte im Rucksack herum und gab mir ein volles Bündel zusammengeknüllter Geldscheine. Das Geldbündel, unsere aufgeregten Gesichter und der Spruch „it´s all what we have!” war wohl überzeugend genug, uns eine gute Weiterfahrt zu wünschen. Puhh ! Glück gehabt ! Oder doch nicht ? Nach etwa 500 Metern kam die nächste Steigung mit losen Steinen, Sand und tiefen Löchern. Mit Vollgas und ohne Nachzudenken bin ich weitergefahren - der Jeep hat mit rutschender Kupplung aufgeheult und ist richtig vom Boden abgehoben, sodaß ich meine Beine nicht mehr auf den Pedalen halten konnte. Endstation ! Sabine hat dabei sich so die Stirn angehauen, daß blutige Schrammen zu sehen waren ! Zum Glück ist dem Auto weiter nichts passiert, alle Räder waren noch ´dran, die Achsen und die Lenkung auch nicht gebrochen - nur bergauf zum rettenden Kraterrand ging es keinen Zentimeter mehr ! Erneut heranspringende „nette Hilfepersonen“ zum Anschieben waren plötzlich wenig motiviert bei unserer Aussage: "Wir haben weder Rupiah noch Dollar, wir sind alles schon unten losgeworden !“ Die kannten wohl die Regeln hier am Berg ! Uns blieb also nichts anderes übrig, als völlig aufgeregt, mit zitternden Händen und Knien die steilen Sandstücke rückwärts wieder ´runter und die ganze Buckelstrecke um den Vulkan wieder zurückzufahren !!! Bei Anbruch der Dunkelheit und der Tageskasse beraubt (knappe DM 20,00) sind wir völlig fertig am Kraterrand angekommen und haben nach weiteren 2 Stunden auf stockdunkler Bergstrecke unser Hotel an der Nordküste Bali´s erreicht ! Nach zwei Pilsetten und einem leckeren Fried Rice sind wir dann todmüde eingeschlafen ! Was passiert am nächsten Tag kurz nach Sonnenuntergang ? Der linke Hinterreifen platzt während der Fahrt, zum Glück rechtzeitig durch komisch schlingerndes Fahrgefühl bemerkt und dadurch nur bei einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h ! Bingo ! Weiterfahrt also mit dem Reserverad, das noch schlechter aussieht als die ohnehin schon von jedem deutschen TÜV aussortierten übrigen Reifen am Jeep. Am nächsten Morgen überraschte uns wieder eine neue Situation: wenig Luft im Reserverad - naja kann ja passieren, aber wo gibt es in Indonesien Luft ? Nach einigen Nachfragen und sehr langsamer Fahrt sind wir in einer kleinen Holzbaracke fündig geworden, die sich auf Ölwechsel und Reifenservice mit Hilfe eines Kompressors und Daumenkontrolle (Luftdruck-Prüfung) spezialisiert hat. Oft scheint ein Ausländer mit Motor- oder Reifenproblemen nicht vorbeizukommen, sodaß mal wieder versucht wurde zu bescheißen (10.000 Rupiah für einmal Luft) ! Local-Prize ! Haha ! Am nächsten Tag (wir hatten gerade Tauchflaschen ausgeliehen, alles fertig montiert und den Jeep beladen) wollten wir, den Neoprenanzug bereits an, tauchen gehen. Wieder fast platter Reifen am Reserverad und vorerst langsame Fahrt zur nächsten Holzbaracke und siehe da - Luft kostet hier nur 1000 Rupiah ! Nach kurzer Diagnose durch hörbares Pfeifen auf der Radfläche und der Tatsache kein weiteres Reserverad mehr zu haben, blieb uns nur die Möglichkeit die Tauchpläne zu verschieben, den Jeep wieder auszuladen und die Anzüge auszuziehen. Nach Anruf der Autovermietung meinte man nur, wir sollten einen neuen Reifen kaufen, das Geld würde dann schon erstattet werden. Nach langem hin und her am Telefon wurde uns wenigstens ein Gratis-Tag für den Aufwand spendiert. Immerhin. Die Reparatur im 1½ Stunden entfernten Ort gelang überraschend schnell durch Einbau eines neuen Schlauches (das Reserverad hatte nämlich gar keinen) und günstig. Aus Fehlern lernend haben wir uns eine Werkstatt vom Bungalow-Besitzer empfehlen lassen und sind somit auch nicht geneppt worden. Am Ende des Tages haben wir dann doch noch unsere Tauchgänge machen können und haben am Schluß sogar die 67.000 Rupiah für die Reparatur (habe mir Quittung geben lassen), allerdings mit etwas Nachdruck, erstattet bekommen. All die verrückten Erlebnisse haben Sabine ganz schön gestresst und fertig gemacht. Aber es gibt auch nettes von Bali zu berichten. Am Lovina-Beach im Norden von Bali (schwarzer Lava-Strand) haben wir eine frisch eröffnete Bungalow-Anlage mit einzelnen Häuschen, gebaut im balinesischen Stil, entdeckt und als Ausgangspunkt für unsere Tages-Expeditionen ausgwählt. Wir haben ein super-tolles Häuschen für 50.000 Rupiah (DM 12,50) inkl. Frühstück bezogen und unser Programm ein wenig reduziert. Im nebenliegenden Restaurant gab es einen Abend balinesisches Buffet mit vielen lokalen Leckereien und Tanz im kleinen Rahmen von 15 Personen. So sind wir dann doch noch zu einem der obligatorischen Legong-Tänze mit der balinesischen Klimpermusik gekommen. Auch das Leben und Tauchen in Tulamben (s.u.) hat mir gut gefallen, weniger Touristen und insgesamt einfach. Als Tip am letzten Abend (viel Pilsetten, Schwatzen, Hahnenkampf) wurde uns Padang Bai empfohlen, der Fährhafen für die Schiffe nach Lombok. Dieses kleine gemütliche Hafendorf mit einigen Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants hätten wir sicherlich nie besucht und dabei hat es uns von Bali insgesamt noch am besten gefallen. Wir haben für einige Tage ein richtig kleines Bambus-Haus bezogen und unsere Weiterreise versucht zu planen. Wir stehen kurz vor dem Start auf die östliche Inselkette (Lombok-Sumbawa-Komodo-Flores-Alor-Timor). Da dort die Infrastruktur und Kommunikation kathastrophal sein sollen, müssen wir alle Flugbuchungen, Tickets und Internet-Informationen vorher erledigt haben. Da nach 60-Tagen unser Visa für Indonesien abgelaufen ist, dies auch nicht verlängert werden kann, müssen wir das Land verlassen. Wir haben uns für ein HongKong-Special (4 Tage/3 Nächte) entschieden, um dann wieder nach Indonesien für weitere 60-Tage einreisen zu dürfen. Unser ausgesuchtes Reisebüro hat es aber immer noch nicht auf die Reihe bekommen alle Tickets und Voucher auszustellen (wir stehen wohl bei einem Flug noch auf der Warteliste). Also bleibt noch etwas Zeit zu mailen und abzuwarten. That´s the real Bali ! Wo ist aber das Bali aus den Reiseprospekten ? Wir haben es leider nicht gefunden !
Tauchen auf Bali:
Erstaunlich überrascht sind wir von den
Tauchgebieten ´rund um die Insel. Mehr bekannt und besucht bei Pauschaltouristen
bietet Bali überraschend gute Tauchmöglichkeiten. Reist man individuell
und entflieht den Touristen Centren Kuta/Legian, Sanur und Nusa Dua in
den Norden und Osten der Insel, liegen die Tauchplätze quasi vor der
Tür. Menjangan Island im Nord-Westen Bali´s bietet eine Wand
bis in 45 Meter Tiefe mit Sichtweiten zwischen 20 und 30 Metern. Der Korallenbewuchs
und die Vielfalt an verschiedenen Arten ist erstaunlich. Man findet neben
Gorgonien, Schwämmen und anderen Hart- und Weichkorallen kaum einen
unbewachsenden Platz an der Wand. Auch das Marine-Leben ist zahlreich und
vielfältig. Neben einer unglaublichen Artenvielfalt an Kleinfischen
ziehen auch Haie, Barrakudas, Thunfische und andere "Großfische"
vorbei. Die Wand kann auf jedem Tiefen-Level betaucht werden und selbst
das Riffdach ist es wert seine Dekominuten abzubauen ! Sehr zu empfehlen.
Weiter östlich liegt der Ort Tulamben mit ebenfalls guten Tauchplätzen.
Etwas besonderes ist hier sicherlich das Liberty Wreck, daß 30 (!)
Meter entfernt vom Strand und in 25-5 Meter liegt. Ideal. Auch wenn die
Sichtweiten hier nur 10-15 Meter betragen ist das Wrack jeden Tauchgang
wert. An Taucher gewöhnt ist die Fluchtdistanz der Fische außerordentlich
gering und man entdeckt immer wieder neue Arten. Auch die Tulamben Wall
(Beach-Dive) lohnt mehrere Tauchgänge - eine Wand bis auf 50 Meter
mit großer Artenvielfalt an Korallen und Fischen. Das schwarze Lavagestein,
bzw. der Lavasand bieten einen ungewohnten aber perfekten Hintergrund beim
Tauchen. Tauchshops verleihen auch nur Flasche/Blei, sodaß man ohne
Guide, Gruppe und Limits tauchen kann. Neben einem Luxus-Resort gibt es
in Tulamben glücklicherweise auch preiswerte Bungalows und Zimmer.
Günstiger als hier sind wir noch nie in tropischen Gewässern
getaucht ! Unglaublich anzusehen sind jedoch die Porter, die man angagieren
muß (!) und die einem das Tauchgerödel von der Tauchbasis zum
Tauchplatz tragen. Als „Tulamben Diver Helper Club“ getarnt, tragen einheimische
Frauen (sowohl Alte als auch Hochschwangere !) die komplett zusammengebauten
Ausrüstungen inkl. der Tanks und Bleigurte über die Lavasteine
- und das alles balancierend auf dem Kopf, oft auch zwei Ausrüstungen
übereinander ! Traurig mit anzusehen ! Mit etwas List und Tücke
gelang es uns, alle Tauchgänge ohne Porter durchzuführen. Es
wäre z.B. viel sinnvoller, eine Art Gebühr pro Taucher zu erheben,
die dem Dorf zu Gute kommt ! Naja ! Die Tauchbasis in Padang Bai fährt
ein weiteres Highlight Bali´s an, die Insel Nusa Penida und Tepekong.
Während die Plätze um Nusa Penida zum Strömungs-Tauchen
einladen, ist Tepekong bekannt für seine mola mola (Mondfisch). Leider
sind diese Plätze nur mit Bootsausfahrten zu erreichen und unter US$
25,00 ist kein Tauchgang zu bekommen.
Touristen-Soveniers
auf Bali
Tanah Lot Tempel auf Bali
Sabine am Orangenbaum
Übernachtung
in Lovina
aktiver Vulkan Mount Batur
...auf der Lava-Straße am Batur
Tulamben im Nordosten von
Bali
Gartenanlage in Tulamben
Die Lavaküste in Norden von Bali
Der geplatze Reifen !
auf dem Weg zu den Tauchplätzen
Ein-/Ausstieg zum Liberty-Wreck
Ein Absurdum !
Einerseits faszinierend, andereseits traurig mit anzusehen !
Geheimtip
in Padang Bai
Traditionelle Fischerboote
Fischerdorf Padang Bai
Sabine am Strand
Die Südost-Küste von Bali
Toyota Land Cruiser